Tag 3, Ballyconnell – Keshcarrigan

Frühstück wieder um 08:00. Kurz vor dem Ablegen fährt eine Silverline an uns vorbei – Mist, die werden uns die Schleusen alle in die falsche Richtung drehen. Tja, ist nicht zu ändern, und so legen auch wir um 08:50 bei strahlendem Wetter ab.

Wir gleiten weiter durch den Woodford River und genießen.
Im Lough Garadice überholen wir die Silverline. Wir erreichen die nächste Schleuse und kurz nach uns auch die Silverline. Eigentlich müssten sich beide Boote gemeinsam ausgehen, also winken wir ihnen und schleusen gemeinsam. Ich fungiere dabei als Schleusenwärter und manage ihre und unsere Seile. Wir treffen auch den Mann mit dem Boot voller Teddys, der uns letztes Jahr im Camlin um 07:00 mit seiner Hupe geweckt hat. Ich schelte ihn deswegen und wir lachen beide.
Schleuse um Schleuse bringen wir hinter uns. Kurzer shopping stop in Ballinamore und wir kaufen die nächsten Abendessen ein.

Von einem Privatboot werden wir nochmal eindringlich vor dem sehr niedrigen Wasserstand um Keshcarrigan gewarnt – wird werden vorsichtig sein.
Wetter ist weiter herrlich, nur 2x streift uns ein kurzer Schauer, leider der 2. genau als Alfred – natürlich ohne Jacke und Kapperl – schleust. Maria legt ihn wieder trocken. Außerdem unterläuft ihm bei einer Schleuse ein Gedankenfehler. Beide Schleusentore sind zu, und Alfred müsste eigentlich nur das in unserer Richtung öffnen. Stattdessen beginnt er die Schleuse zu fluten. Ich rufe und winke – er hört mich nicht. Mittendrin bemerkt er den Irrtum und entleert die Schleuse wieder. Nicht Alfred’s Glückstag.

Das letzte Stück vor Keshcarrigan fahren wir sehr vorsichtig und langsam. Es ist wirklich sehr niedriger Wasserstand – geschätzt 80cm unter normal. Keshcarrigan ist komplett leer und wir sind alleine – das hab ich auch noch nicht erlebt. Wir legen um 15:30 an und hängen uns an den Landstrom. Kurz hatten wir debattiert weiter zu fahren, aber bis Boyle schaffen wir es sowieso nicht und der nächste Schauer schaut schon zu uns rüber.
So sitzen wir und genießen den Regen.

Zum Abendessen gibt es Lachssteaks mit Kartoffeln – gelingen durchaus gut.

Zurückgelegte Strecke: 38,52 km
Durschn. Geschwindigkeit: 5,67 km/h
Max. Geschwindigkeit: 12,47 km/h
Reine Fahrtzeit: 4h 51′

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