26.10.2013 – vierter Tag

Der Wind hat nun schon in der Früh deutlich zugelegt und Wolken sind am Himmel.
Da unser Schlauch zum Wasser bunkern einen Gardena Stecker hat, aber auf allen Wasserhähnen sind nur mehr die blanken Gewinde (maybe Season is finished?) telefoniere ich mit der Marina. Lösung: Entweder wir können in Roosky einen Adapter kaufen oder Barbara von Silverline lässt sich etwas einfallen.

So legen wir ab den Camlin stromaufwärts. Ein kurzer Blick auf die Airdraft Anzeige der Brücke – gleich wie gestern, also wieder knapp, aber gut durch.
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Wieder am Shannon wird der Wind immer stärker – hohe Wellen am Lough Forbes – und das Anlegen vor der Schleuse in Roosky bereitet mir das erste Mal richtig Probleme. Mit dem Schleusenwärter vereinbaren wir, dass wir zum Heben der Brücke ihn dann anrufen, da wir ja vorher noch einkaufen wollen. Ab zum CENTRA direkt neben der Anlegestelle. Der Chef con CENTRA hat zwar keinen Adapter zu verkaufen, borgt mir aber seinen, damit ich den Wassertank füllen kann. Ich bin gerade mit dem bunkern fertig, da öffnet der Himmel so richtig seine Schleusen.
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Heftigster regen gepaart mit Sturmböhen – richtig ungemütlich. Egal, wir müssen ja sowieso die Mittagspause für die Brücke abwarten.
Anruf bei Silverline – wir können uns morgen in Carrick on Shannon bei Carrick Craft einen Adapter holen, das office ist zwar closed, aber sie legen einen auf die braune Box neben den Eingang.
Und – typisch irisch – es ist 14:00 und der Regen hat aufgehört.
Ich rufe den lock keeper an:
Hi, Stefan speaking, would you be so kind and lift the bridge for us?
Keeper: törti et ähhhh?
Meine Stirn legt sich in Falten. Pardon?
Keeper: töörti eet ähhhhhhhhhh?
Verdammt, lässt mich mein englisch jetzt komplett im Stich? Bevor ich nochmal „pardon“ stammeln kann – Keeper: The Silverline boat?
Jetzt wird mir auch klar, wonach er mich gefragt hat, nämlich nach unserem Bootsnamen 38A, bzw thirty eight a.
5 Minuten später wird die Brücke gehoben und es geht weiter Richtung Carnadoe.
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Wir haben Rooksy kaum hinter uns gelassen, da reißt der Himmel komplett auf und die Sonne kommt heraus.
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Herrlich! Bei teilweise strahlendem Sonnenschein geht es nach Carnadoe – hier müssen wir den Radarbogen für die Brücke umlegen – und weiter durch den Carrigeen Cut zuerst in den Mountain River und dann zurück und nach Grange.
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Die schon tief stehende Sonne begleitet uns auf dem Weg durch die Schilfstraßen
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Zum Abendessen selbstgemachte Burger und danach noch ein Pint im Pub.

Bilanz des heutigen Tages:
Fahrtzeit 5h 07′
39,32km
11,1 km/h max
7,7 km/h Durchschnitt
Begegnete andere Mietboote: 2

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2 Antworten auf 26.10.2013 – vierter Tag

  1. Alfred Lercher sagt:

    Warum habt ihr keinen Schlauchbinder mitgenommen?

    Wie sind die Temperaturen in den Kabinen, ist es schon wärmer?

    Austria Wien – Rapid 0:1
    Rapid mit Glück aber verdient gewonnen.

    Ich wünsche euch schönes Wetter für die nächsten Tage.

    Liebe Grüße
    Fredi

  2. Alfred Greimel sagt:

    Lieber Fredi,

    erstmals herzlichen Dank für deine Kommentare, die uns zeigen wie sehr du bei uns bist.
    Der Schlauchbinder hätte uns nichts geholfen, da auf den Hähnen überhaupt keine Auslässe drauf sind – nur das nackte Gewinde.
    Temperatur hängt etwas vom Wind ab, aber über Nacht kühlt das Boot schon sehr aus (6° in der Früh) und für deine sensiblen Wangen wäre der Polster wie ein frigidaire 😉
    Wir liegen heute in Mary’s hide und genießen den Sonnenuntergang bei einem Jameson. Sláinte!

    LG Alfred

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