27.10.2013 – fünfter Tag

Eine stürmische und unruhige Nacht liegt hinter uns. Teilweise hat der Regen so stark auf das Boot getrommelt, dass ich dachte die Decke bricht ein. Ich bin zum 8. Mal in Irland, aber heute hab ich das erste Gewitter mit erlebt.
Dem entsprechend geschlaucht geht es in den Morgen. Aber wie so oft in Irland, die Sonne geht auf und mit einem mal legt sich der Wind komplett und der Himmel reißt auf.

Das kann ich mir nicht vorstellen, dass ich um 9:00 bei der Schleuse stehe

Zitat Alfred noch vor einer Woche.

Ui, so früh können wir noch gar nicht los fahren, weil da sind wir lange vor 9 Uhr bei der Schleuse

Zitat Alfred gestern Abend. Tja, so ändern sich die Dinge, aber der Tag ist kurz und heute Nacht war Zeitumstellung und um 17:00 wird es finster sein.
Also starten wir um 08:15 Richtung Albert lock / Jamestown Kanal.
Zwischendurch regnet es etwas, aber bei der Carnadoe bridge zum Radarbogen umlegen – kein Regen. Wir sind einfach Glückskinder 🙂
Die railway bridge vor der Albert lock ist gehoben worden und überhaupt kein Problem mehr (airdraft 4,55m).
Kurz vor der Schleuse um 9:35 kommt die Sonne heraus und wir schleusen bei Sonnenschein.
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Weiter geht es nach Carrick on Shannon. Der Wind legt wieder deutlich zu uns es beutelt uns ordentlich durch, vor allem auf den kleinen Seen.
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In Carrick legen ich trotz Wind ganz gut an und schaue gleich zum Carrick Craft office. Wie versprochen liegt auf der braunen Box neben dem Eingang der Adapter bereit.
Kurze Mittagspause mit Suppe (chicken noodle) und wir brechen wieder auf nach Leitrim.
Einige Privatboote sind unterwegs. Bei der ersten Schleuse funktionieren die alten, mitgebrachten Chipkarten nicht, erst die neu gekaufte lässt uns schleusen.
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Bei der nächste Schleuse probiere ich es nochmals – jetzt gehen auch die alten Karten.
Sonnenschein begleitet uns auf dem Weg durch den Kanal. Da wir auf Grund der vielen Brücken den Radarbogen unten lassen sind wir sehr froh darüber. Bei Brücke 9 überquert ein Fischotter direkt vor uns den Kanal.
10 Minuten vor unserem Ziel Keshcarrigan erwischt uns noch ein kurzer Schauer, der uns aber auch einen herrlichen Regenbogen beschert.
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Da wir essen gehen wollen schauen wir in den Ort, das erste Restaurant hat zu, aber im Pub gibt es was. Wir wollen einen Tisch für 7:00 bestellen, aber „the chef finishes at 7pm“, so essen wir gleich was. Alfred ein irish stew und ich einen homemade burger – bestens.

Wir kehren zurück aufs Boot, ruhen uns etwas aus und dann nochmals ins pub, denn auf Grund des bank holiday weekends gibt es live music (allerdings keine traditional)

Bilanz des Tages:
5h 42′ reine Fahrtzeit
44,53 km
11,4 km/h max
7,8 km/h Durchschnitt
Begegnete andere Vermietboote: 2

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